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Leistungen

Für ausländische Ärzte, insbesondere für Ärzte aus Nicht-EU-Ländern, die in Deutschland als Arzt arbeiten möchten, sind umfangreiche formelle Voraussetzungen zu erfüllen. Deutschland hat eines der besten  Gesundheitssysteme der Welt und die hohen Qualitätsstandards werden unter anderem durch herausragendes Personal gewährleistet.  Für Ärzte aus dem Nicht-EU-Ausland gibt es folgende Möglichkeiten, in Deutschland tätig zu werden:

  • Hospitation / Training (mit Hospitanten-Vertrag, eher kürzere Zeiträume, keine Bezahlung) – hands-off-training
  • Internship (mit Hospitanten-Vertrag, bis zu einem Jahr) – hands-off-training
  • Gastärztin/Gastarzt (mit Gastarzt-Vertrag, über längere Zeiträume bis hin zur vollen Zeit einer Facharzt-Weiterbildung, keine Bezahlung durch deutsche Klinik, Finanzierung z. B. über Stipendium muss nachgewiesen werden) – hands-on-training
  • Angestellter Arzt zur Facharzt-Weiterbildung (mit Arbeitsvertrag, Gleichstellung mit deutschen Kollegen) – hands-on-training
  • Als bereits erfahrener Arzt mit einer Spezialisierungsrichtung (mit Arbeitsvertrag, Gleichstellung mit deutschen Kollegen UND Absolvieren einer Gleichwertigkeitsprüfung spätestens nach 2-3 Jahren) – hands-on-work
  • Als Wissenschaftler in der Grundlagen- und klinischen Forschung; hierbei ist kein direkter Patientenkontakt inkludiert, womit auch keine Berufserlaubnis nach Ärzte-Berufs-Ordnung §10 notwendig ist.
  • GHMC hilft auch Medizin-Studenten, welche eine wissenschaftliche Doktorarbeit in einer deutschen medizinischen Fakultät machen wollen, bei der Suche nach einem geeigneten Doktorvater. 

Achtung: in Deutschland kann man nur einen medizinischen Doktor (MD) machen. In Deutschland kann man keinen PhD an einer medizinischen Fakultät machen. Ein weiterer Schritt in der wissenschaftlichen Karriere eines Arztes in Deutschland stellt der Privatdozent (Abkürzung PD) dar, für welchen eine wissenschaftliche Schrift, die Habilitation, und der Nachweis von Lehrleistungen gemacht werden müssen. Der PD ist die Voraussetzung für eine spätere Berufung auf eine Professorenstelle oder für die Anerkennung als so genannter APL (außerplanmäßiger)-Professor nach mindestens 6 Jahren mit dem Nachweis von hervorragenden Leistungen in Forschung und Lehre, aber ohne Berufung auf eine offizielle Professorenstelle.

Ein ‚Hands-On-Training’, d.h. die direkte und unmittelbare Arbeit am Patienten bedarf einer Berufserlaubnis nach § 10 der BerufsOrdnungÄrzte (BÄO), deren Erlangung umfangreicher Vorbereitungen bedarf. Eine der wichtigsten Hürden bei der Erfüllung der formalen Voraussetzungen für die ärztliche Berufserlaubnis ist, die deutsche Sprache in Wort und Schrift generell und im medizinischen Kontext zu beherrschen. Hospitanten können ihr Training in Englisch oder Deutsch absolvieren. Die Erfüllung der formalen Voraussetzungen bedarf einer professionellen Begleitung, welche Erfahrungen in dem Prozess und gute Kontakte zu Kliniken und den zuständigen Behörden hat.

Ein ‚Hands-Off-Training’ ist ein Training, bei dem ein direkter Kontakt mit dem Patienten nicht möglich ist. Diese Definition ist nachvollziehbar, da deutsche Patienten in Deutschland in aller Regel nur deutsch sprechen. Die Forderung der Behörden, dass eine „Berufserlaubnis zur vorübergehenden Ausübung des Arztberufes“ (so die offizielle Bezeichnung) unter anderem mit ausreichenden Deutsch-Kenntnissen vorliegen muss, nachvollziehbar. Aber auch ‚nur zuschauen’ in einer deutschen Klinik kann für einen ausländischen Arzt eine große Erfahrung darstellen – versprochen!

GHMC unterstützt auch medizinische Einrichtungen in Deutschland, die sowohl junge als auch erfahrene Ärzte für bestimmte Spezialisierungsrichtungen suchen, bei der Rekrutierung bis zur Einstellung mit Arbeitsvertrag.

Deutsche, erfahrene Ärzte sind im Ausland gesucht und sehr willkommen. In bestimmten Regionen werden deutlich höhere Gehälter gezahlt als in Deutschland bei teilweise deutlich niedrigeren Lebenshaltungskosten (und oft mit schönerem Wetter als in Deutschland).