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Generelle Informationen zu Second Opinions/ Zweitmeinungen

Folgende medizinischen Befunde/Berichte sind zur Erstellung von Zweit-Meinungen/Second-Opinions notwendig:

  • ein aktueller Arztbrief vom behandelnden Arzt im Heimatland/Heimatort mit der Krankheits-Historie, dem aktuellen Zustand des Patienten und Nebendiagnosen (wie z.B. eine Diabetes-Erkrankung)
  • ein aktuelles Blutbild,
  • eine Bildgebung, d.h. Röntgenbilder, CT, MR, Endoskopische Filme, Herz-Echo,
  • eine Histologie, d.h. eine Zell-Analyse von verdächtigen Zellen bei dem Verdacht von Tumor-Erkrankungen ,
  • Bilder des Patienten, z.B. bei Korrektur-Behandlungen nach Verbrennungen, nach Tumor-Behandlungen usw.

Natürlich ist es auch abhängig von der individuellen Situation des Patienten und seines medizinischen Falles, wie viele Befunde notwendig sind. Oftmals fehlen bestimmte Befunde, welche dann vor der Behandlung noch gemacht werden müssen. Eine Zweitmeinung kann im Einzelfall trotzdem erstellt werden.

 

Eine Zweitmeinung / Second Opinion enthält:

  • die Stellungnahme des jeweiligen medizinischen Spezialisten mit Therapie-Empfehlung
  • eine Kurzdarstellung des Standes der Forschung zum speziellen medizinischen Thema
  • Informationen / Hilfestellungen / Vorschläge über die weitere Vorgehensweise

 

Individuell kann GHMC auch folgende Informationen zusätzlich liefern:

weitere supportiv-medizinische Maßnahmen, wie z.B.

  • unterstützende Ernährungstipps,
  • homöopathische Maßnahmen,
  • Maßnahmen im Bereich Physiotherapie und Psychotherapie,
  • Maßnahmen Chiropraktik,
  • Sportliche Maßnahmen

 

administrative Maßnahmen, wie z.B.

  • Vorschläge zur Finanzierung (deutsche und internationale Krankenversicherungen),
  • Finanzierungen über Banken, Eigenfinanzierung;
  • Vorschläge für Kontaktierung von Pflegediensten und Finanzierung von ambulanten Pflegeleistungen;
  • Vorschläge für private Pflege;
  • Beratung zu Alters- oder Pflegeheimen oder alternativen Wohn- und Betreuungsprojekten


 

Es werden für alle medizinischen Indikationen Second Opinions/ Zweitmeinungen erstellt! 

Die meisten Anfragen gibt es in folgenden Bereichen – in Klammern stehen Beispiele von Erkrankungen, die typischer Weise angefragt werden:

  • Krebs–Erkrankungen 
    (z.B. Magen- oder Darmkrebs, Blutkrebs, Lymphdrüsenkrebs)
  • Erkrankungen des Muskel- und Skelett-Systems, insbesondere Gelenk-Erkrankungen 
    (angeborene Fehlbildungen, Gelenk-Arthrosen der Hüfte oder der Knie)
  • Erkrankungen des Herz- Kreislaufsystems 
    (Herzrhythmus-Erkrankungen)
  • Urologische Erkrankungen
    (Nierensteine, Fehl-Anlagen in den Harnwegen)
  • Erkrankungen, die speziell Männer oder Frauen betreffen 
    (Eierstock-Krebs, Prostata-Krebs)
  • Erkrankungen der Leber 
    (Chronische Leberentzündungen, Leber-Krebs)
  • Immun- oder Auto-Immunerkrankungen
    (Rheuma)
  • Diabetes Erkrankungen
  • Neurologische Erkrankungen 
    (Parkinson, Alzheimer-Erkrankung, Multiples Sklerose)
  • Kinder-Erkrankungen 
    (Kinder-Krebs-Erkrankungen, sehr spezielle, seltene System-Kinder-Erkrankungen, Fehlbildungen am Skelett-System)


 

Grundsätzlich gibt es bei Krebsbehandlungen immer vier Behandlungsmöglichkeiten, die man auch kombinieren kann:

  • Operation – Entfernung des Tumors
  • Chemotherapie – eine systemische Behandlung des Körpers
  • Strahlenbehandlung – direkte Bestrahlung erfolgen. Weiterhin können radioaktive Stoffe im Körper kurzfristig oder längerfristig implementiert werden.
  • Hormonbehandlung – speziell bei Erkrankungen von Organen der Frau (z.B. Brustkrebs) oder des Mannes (z. B. metastasiertes Prostata-Karzinom)

Man sieht schon in der Auflistung, dass die Entscheidung, welche Therapie-Art, sehr schwierig ist und der Patient von der Meinung von Spezialisten abhängig ist. Es können noch weitere Fragen oder Faktoren hinzukommen, welche die Entscheidungssituation nicht einfacher machen.

 

Bei der Erstellung von Therapie-Konzepten spielen folgende Aspekte eine Rolle:

  • Liegen aussagefähige Befunde vor
  • Hat der behandelnde Arzt in genau dem Spezialgebiet genügende Erfahrungen: In der Medizin bedeutet Quantität auch Qualität. D.h. wenn ein Spezialist von einer bestimmten Behandlung z.B. viele Operationen durchgeführt hat.
  • Arbeitet der behandelnde Arzt auch wissenschaftlich und ist er/sie an Studien beteiligt: Die deutsche Medizin ist sehr erfolgreich bei der Erkenntnis von neuen Behandlungsmethoden.
  • Gibt es in der Klinik, in welcher der Spezialist/Arzt arbeitet, auch andere Spezialisten, mit denen zusammen gearbeitet wird: Ausgewiesene Tumor-Zentren arbeiten immer interdisziplinär, d.h. Spezialisten verschiedener Bereiche sitzen an einem Fall zusammen und beraten über die bestmögliche Therapie. Weiterhin ist bei komplexen Erkrankungen und Behandlungen die komplette medizinische Infrastruktur wie z.B. eine Intensiv-Station und Operationssäle, eine Physiotherapie und Psychologen notwendig


 

Schwierige medizinische Fälle

Als schwierig kann man folgende medizinische Konstellationen bewerten:

  • Multi-morbide Patienten, d.h. Patienten mit einer Hauptdiagnose, aber auch schweren Nebendiagnosen, wie z.B. Diabetes, koronaren Herzerkrankungen, Fettleibigkeit …
  • Vorbehandelte Fälle. Viele Patienten lassen sich zunächst im Heimatland vorbehandeln. Dies ist verständlich und nachvollziehbar. Dennoch ist es oftmals die beste Entscheidung, sofort zur medizinischen Behandlung nach Deutschland zu kommen. Damit spart man Zeit und oftmals auch Geld und im Einzelfall sind die Heilungschancen höher.
  • Viele internationale Patienten kommen sehr spät. JE FRÜHER EINE ERKRANKUNG BEKANNT IST UND BEHANDELT WIRD, DESTO GRÖSSER SIND DIE THERAPIE-MÖGLICHKEITEN und DESTO HÖHER DER THERAPIE-ERFOLG!!!
  • Infauste oder präfinale Situationen: Leider gibt es Patienten, die so schwer erkrankt sind oder bei denen die bisherige Behandlung nicht erfolgreich war, so dass keine Therapie mehr angeboten werden kann. Da man in allen Ländern der Welt mit einem hohen Niveau des Gesundheitssystems sehr ähnliche oder gleiche Behandlungsschemata hat, gibt es kaum einzelne Spezialisten, die für als aussichtslos geltende medizinische Konstellationen noch eine seriöse Therapie mit einem potentiell möglichen Behandlungserfolg anbieten können. 

    Aufgrund der hilfesuchenden Situation von präfinalen oder austherapierten Patienten gibt es auch unseriöse Angebote, zumeist von Nicht-Medizinern, welche den Patienten Hilfe versprechen, die nicht realistisch sind. 

    Es gibt allerdings zahlreiche, völlig seriöse Angebote sowohl aus dem direkten medizinischen Bereich oder von supportiven Einheiten, welche Maßnahmen anbieten, die entweder die eigentliche medizinische Behandlung der Schulmedizin unterstützen oder ergänzende Behandlungen, anbieten. Gerade für palliative Therapien von nicht mehr heilbaren Erkrankungen werden neben schulmedizinischen Ansätzen (wie z. B. palliative Chemo-Therapie) auch Möglichkeiten aus alternativen Bereichen wie z. B. TCM (Traditionelle Chinesische Medizin), Psychotherapien, spezielle Ernährungstherapien, Ayuveda (Traditionelle indische Medizin) und viele andere Ansätze angeboten. 

    In jedem Fall muss ein vernünftiges und nachvollziehbares Verhältnis von Leistungen und Preisen herstellbar sein.


 

Kinder-Erkrankungen

Es gibt viele schwere Erkrankungen von Kindern, die in Deutschland einen guten Behandlungserfolg haben, weil sie von Anfang an durch herausragende Ärzte und in einem exzellenten Gesundheitssystem behandelt werden. In anderen Gesundheitssystemen ist die Behandlung von komplexen, systemischen Behandlungen nicht oder nur begrenzt möglich. Kinder, die mit schwer zu diagnostizierbaren, sehr seltenen Syndromen geboren werden, haben in Deutschland eine deutlich bessere Chance geheilt oder zumindest adäquat behandelt zu werden als in vielen anderen Ländern.

Da alle medizinischen Behandlungen in Deutschland bezahlt werden müssen, muss auch die Behandlung von Kindern bezahlt werden. Manchmal sparen und leihen sich Eltern viel Geld zusammen, um ihr Kind im Ausland behandeln lassen zu können. Bei Vorschlägen zur Diagnostik und möglichen Therapie in Deutschland muss sorgfältig abgewogen werden, ob es reale Heilungs- und / oder Linderungschancen bei der Behandlung in Deutschland gibt.

Eltern von kranken Kindern mit länger bestehenden schwerwiegenden Erkrankungen wie z. B. Querschnittslähmungen oder schweren Schädigungen des Gehirns und entsprechenden Auswirkungen auf den gesamten Organismus sollten sich bewusst werden, dass es –leider- für solche schwersten Erkrankungen auch in Deutschland / in der Welt und auch für deutsche Kinder noch keine Heilung gibt.

GHMC bietet an, dass alternative Finanzierungs-Möglichkeiten, wie z. B. über Hilfsorganisationen weltweit, im Einzelfall geprüft werden. Es muss jedoch unterstrichen werden, dass dies nur im Einzelfall und für sehr wenige Fälle eine Alternative darstellt, da weltweit nicht genügend Spenden gesammelt werden, um allen Kindern weltweit medizinisch zu helfen.