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Generelle Informationen zu Beratung zur Vorgehensweise bei einer geplanten Behandlung in Deutschland oder im Ausland

Einholung medizinischer Unterlagen

Folgende medizinische Befunde sind zur Erstellung von Behandlungs- mit Kostenvoranschlägen notwendig sein:

  • ein aktueller Arztbrief vom behandelnden Arzt im Heimatland/Heimatort mit der Krankheits-Historie, dem aktuellen Zustand des Patienten und Nebendiagnosen (wie z. B. eine Diabetes-Erkrankung)
  • ein aktuelles Blutbild
  • eine Bildgebung, d.h. Röntgenbilder, CT, MR, Endoskopische Filme, Herz-Echo,
  • eine Histologie, d.h. eine Zell-Analyse von verdächtigen Zellen bei dem Verdacht von Tumor-Erkrankungen
  • Bilder des Patienten, z.B. bei Korrektur-Behandlungen nach Verbrennungen, nach Tumor-Behandlungen usw.

 

Arztbriefe, Blutbilder und auch Bilder können als pdf- oder jpg-Datei per Email zugeschickt werden.

Bei der Bildgebung, d.h. bei Untersuchungen, bei denen Bilder entstehen wie z.B. Röntgen-, CT und MR-Bilder, Herz-Echo und viele mehr, erfolgt auch eine Befundung von Radiologen in einem schriftlichen Bericht. Bei Anfragen für ausländische Patienten ist es hilfreich, wenn sowohl der eigentliche Bericht in Schriftform als auch die Bilder selbst zugeschickt werden, welche deutsche Radiologen dann nochmals befunden können.

Die Histologie gibt es ebenfalls einerseits als Zellen selbst, welche in so genannte Blöcke zur längeren Aufbewahrung eingearbeitet werden, und andererseits gibt es die Berichte dazu. Sowohl die Blöcke mit den Zellen als auch die Berichte sollten geschickt werden. Auch hier können deutsche Pathologen die Zellen sich selbst noch einmal anschauen und befunden.

Je weniger zuverlässige Befunde vorliegen, desto allgemeiner können Therapie-Vorschläge gemacht werden und desto höher wird ein Risikoaufschlag auf die Preiskalkulation ausfallen. Eine nachvollziehbare Meinung, denn wenn der deutsche Arzt /Spezialist den konkreten Patienten selbst nie gesehen und untersucht hat, muss er sich um so mehr auf die geschickten Befunde verlassen können, um einen Vorschlag für eine Behandlung und damit für eine Preiskalkulation machen zu können.

 

Suche nach dem besten Spezialisten für Ihre Erkrankung

Es werden ausgewiesene Spezialisten/Kliniken angefragt, bei sehr komplexen medizinischen Konstellationen werden mehrere Spezialisten befragt. GHMC bietet dem Kunden immer mindestens zwei Alternativen für mögliche Zentren für die Behandlung an.

Neben der eigentlichen, entscheidenden medizinischen Qualität/Ruf des Spezialisten sollte man als Patient und Familie/Freunde noch andere Aspekte vor allem im Service-Bereich der medizinischen Einrichtung beachten.

 

Erstellung von Preis-Kalkulationen/Kostenvoranschlägen

In Deutschland gibt es einen Preiskatalog für stationäre und für ambulante Leistungen sowie für wahl-ärztliche (private) Leistungen. Diese Preiskataloge gelten gleichermaßen für alle medizinischen Einrichtungen. Eine Entfernung eines Blinddarms ohne Komplikationen kostet in allen deutschen Kliniken Deutschlands das Gleiche bzw. darf das Krankenhaus nur einen einheitlichen Preis nach Preiskatalog berechnen. Unterschiede im Preis entstehen nur dann, wenn man zusätzliche Leistungen bucht, wie z. B. Einzelzimmer, eine Begleitperson oder eine wahlärztliche (private) Leistung, bei welcher ein Professor, oft der Chefarzt hinzugezogen wird und dann auch dessen Leistung zusätzlich berechnet werden darf, dies allerdings auch nur nach einem Preiskatalog, der in ganz Deutschland gleichermaßen gilt.

GHMC erstellt Preiskalkulationen / Kostenvoranschläge auf der Grundlage der deutschen Preiskataloge.

 

Abwicklung aller finanziellen und organisatorischen Maßnahmen

Bei nicht in Deutschland kranken-versicherten Patienten akzeptieren deutsche medizinische Einrichtungen ausschließlich Vorkasse, d.h. der Patient muss den Betrag, welcher in der Preiskalkulation / im Kostenvoranschlag ermittelt wurde, vor Beginn der Behandlung vollständig bezahlen.

Diese (strenge) Regelung der Vorkasse ist aus mehreren Gründen notwendig:

  • deutsche medizinische Einrichtungen müssen absichern, dass entstehende Behandlungskosten in jedem Fall bezahlt werden.
  • Das Auswärtige Amt, das Außenministerium der Bundesrepublik Deutschland, verlangt den Nachweis, dass ein Patient, der zum Zwecke der medizinischen Behandlung nach Deutschland einreist, die geplante Behandlung auch bezahlen kann. Dies wird dadurch sicher gestellt, dass der Patient die Behandlung in Vorkasse vor der Einreise nach Deutschland bezahlt und erst dann das medizinische Visum erteilt wird.

ACHTUNG: Vorkasse/Überweisungen für geplante medizinische Behandlungen in Deutschland immer direkt auf das Konto des Krankenhauses!

 

Organisation der medizinischen Visa

GHMC unterstützt ausländische Patienten und Familien zur Erlangung eines Visa. Möchte ein Patient zum Zweck der medizinischen Behandlung nach Deutschland einreisen, benötigt er ein medizinisches Visum!!! Eine zwingende Voraussetzung ist die bereits bezahlte Vorkasse in Höhe des Kostenvoranschlages der geplanten Behandlung. Weitere Kriterium müssen in den entsprechenden Deutschen Botschaften angefragt und geklärt werden.

Medizinische Visa können vom Krankenhaus über die lokale Ausländerbehörde verlängert werden, wenn dies notwendig ist (zum Beispiel für eine medizinisch indizierte Rehabilitations-Maßnahme, welche die Ärzte empfehlen).

Reist ein Patient mit einem touristischen Visa ein und möchte sich kurzfristig behandeln lassen, muss ebenfalls vor Beginn der Behandlung die Höhe der geschätzten Kosten eingezahlt werden. Ein touristisches Visum kann nicht verlängert werden!

 

Organisation der Anreise bis zur Aufnahme von Patienten im Krankenhaus

Bevor ein Patient tatsächlich in dem Ort ankommt, in welchem sich die medizinische Einrichtung befindet, in welcher er seine geplante Behandlung bekommt, müssen noch ein paar Dinge wie z. B. Flug/Bahn/Auto – Anreise, Organisation Hotel oder Unterkunft (Wohnung, Zimmer) und genauer Termin für die Aufnahme im Krankenhaus. Bei ausländischen Patienten muss im Krankenhaus sicher gestellt werden, dass ein medizinischer Dolmetscher gerade bei der Aufnahme im System und auch bei weiteren Untersuchungen, Gesprächen mit Ärzten und weiteren Terminen vorhanden ist.

Ausländische Patienten sollten immer ihren Reisepass mit sich führen!

ACHTUNG: Wenn bei Beginn der Behandlung eines Patienten festgestellt wird, dass der Patient eine andere Erkrankung, als die im Kostenvoranschlag unterstellte Diagnose hat, muss eine neue Preiskalkulation auf der Grundlage der geänderten Therapie erstellt und ggfs. nachgezahlt werden.

GHMC ist während der gesamten Behandlungszeit natürlich als Ansprechpartner für den Patienten und seiner Familie/Freunde da.

 

Betreuung während und nach Beendigung der medizinischen Behandlung in Deutschland

Ist die medizinische Behandlung in Deutschland beendet, gibt es folgende Aspekte zu beachten:

  • Sie müssen am Entlassungstag einen abschließenden Arztbrief mit Empfehlungen zur weiteren Vorgehensweise (Medikamente, Nachsorge-Termine, Physiotherapie, Orthopädische Hilfsmittel) und die während des Aufenthalts gemachten Bilder (Röntgen, CT, MRT, PET, Endoskopische Bilder, Herz-Echo usw. usw.) erhalten– diese Befunde braucht ihr behandelnder Arzt zu Hause!!
  • Sie können vor der Abreise bereits einen Nachfolge-Termin fixieren. Entweder sind das ambulante Termine bevor sie abreisen oder es sind Nachsorge-Termine zu fixieren, zu denen Sie wieder nach Deutschland kommen.
  • Bitte fragen Sie Ihren Arzt, ob anschließende Reha-Maßnahmen sinnvoll sind. GHMC organisiert für Reha-Maßnahmen Kostenvoranschläge von geeigneten, d.h. entsprechend ihrer Erkrankung spezialisierten Reha-Zentren in Deutschland, Schweiz oder Österreich. 
  • Abrechnung: Es wird nach Beendigung einer Behandlung in Deutschland eine oder mehrere Rechnungen über die tatsächlich erbrachte Leistung vom Krankenhaus und ggfs. von den  einzelnen, involvierten Professoren erstellt. 

    Die Gesamtsumme der Rechnungen wird mit dem gezahlten Betrag der Vorkasse verglichen und ausgeglichen.